Der Forschungsprozess


Den Ausgangspunkt dieser Online-Ausstellung bildet die Ausstellung des Kollektivs MUMSIG Museum der Migration in die Schöne im Jänner 2020.

Die Bilder zeigen Stationen der Ausstellung des Museums der Migration im Jänner 2020. Das Seminar zu Arbeits- und Migrationsgeschichte am Brunnenmarkt begann im Oktober 2020. Im Vorfeld des Seminars entstand eine Kooperation mit der Gebietsbetreuung Ottakring (die GB* ist zuständig für den 16. 17. 18. und 19. Bezirk), die in ihrem Zwischennutzungsprojekt Garage Grande einen Raum für den Auftakt der LV zur Verfügung stellten. Mir war es wichtig für die erste konstiuierende Sitzung einen analogen Raum zu nutzen, bei dem wir uns austauschen konnten und Arbeitsgruppen gebildet werden konnten, unter den geltenden Hygienebestimmungen der Covid19 Pandemie. Mit Unterstützung unserer Tutorin Bujin Erdene-Ochir wurden die SeminarteilnehmerInnen im Prozess der Gruppenbildung unterstützt. Diese mündete in vier Arbeitsgruppen, die an den Themen Zeitregime, Arbeitsalltag, Produktionsprozess und Wandel arbeiteten.

Anknüpfend an den LV-Auftakt unternahmen wir einen Spaziergang durch das Untersuchungsfeld und Cornelia Dlabaja gab Einblicke in ihre Forschungsarbeiten über das Wiener Brunnenviertel über das sie seit 2008 forscht. Für die Konzeption der Online-Ausstellung besuchte ein Teil der Gruppe (10 Personen) die Ausstellung Arbeit ist unsichtbar im Museum für Arbeitswelt. Wir wussten nicht, dass wir Pandemie-bedingt eine der letzten Besucher*innengruppen sein würden die die Ausstellung noch sehen konnten. Martin Hagmayr, einer der Kurator*innen der Ausstellung, gab uns in der Führung Einblicke in die Arbeit des Kuratierens und der Ausstellungsproduktion. Er begleitete die Konzeption der Ausstellung in dem er uns Feedback auf erste Entwürfe der Beiträge und die Ausstellungsseite gab.

Nach der Exkursion in das Museum für Arbeitswelt kam der zweite Lockdown, der sowohl die Feldforschung in Form teilnehmender Beobachtungen und Interviews am Markt, als auch weitere Museumsbesuche erschwerte. Dennoch besuchten einige Studierende kurz zuvor noch die Ausstellung „Nach der Flucht„, ebenfalls als Inspiration für die Konzeption unserer Ausstellung, sowie das Bezirksmuseum Ottakring. Als Hintergrundlektüre für die daraus hervorgehenden Essays lasen alle den Text Storyline. Schnittpunkte im Museum von Nora Sternfeld, sowie einen Text aus dem Ausstellungskatalog von Arbeit ist unsichtbar.

Anknüpfend an die Ausstellungsbesuche befassten wir uns intensiv mit der Frage wie Texte für eine Ausstellung formuliert werden müssen so das sie für eine breitere Öffentlichkeit lesbar sind. Der Feldeinstieg erfolgte in Form von teilnehmenden Beobachtungen und Interviews, je nach Arbeitsgruppe zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Ein Tool um möglichst viele Perspektiven einfangen zu können und unterschiedliche AkteurInnen zu erreichen waren mehrsprachig formulierte Postkarten, die für den Feldeinstieg konzipiert wurden mit der Aufforderung „Erzählen sie uns ihre Geschichte„.
Bedingt durch die Lockdowns weiteten wir unsere Suche nach Interviewpartner*innen in den Bereich der sozialen Medien u.a. auf die Facebookseite der Gebietsbetreuung Ottakring ( weloveottakring ) aus. Im Verlauf des Seminars wurde bald klar, dass ich ein Onlinetool für unsere Online-Ausstellung einrichten musste. Nachdem ich selbst seit vielen Jahren unterschiedliche Online-Projekte eingerichtet und betreut habe, fasste ich den Entschluss die Seite selbst einzurichten und zu gestalten. Anfang Dezember präsentierte ich erste Beispielseiten im Seminar und holte mir von Martin Hagmayr hilfreiches Feedback zur Barrierefreiheit. Dank der Verwendung von WordPress war es leicht möglich die Seminarteilnehmer*innen als Autor*innen einzubinden. Ich erstellte ein Tutorial für das Arbeiten mit WordPress und es gab auch eine Einführung dazu in verschiedenen Einheiten. In der Zwischenzeit arbeiteten die Studierenden an den Beiträgen, die sie trotz aller Widrigkeiten der Pandemie schließlich im Jänner 2021 fertig stellten. Das Ergebnis ist auf dieser Seite zu sehen.

Am 25.1.2021 präsentierten die Studierenden ihre Arbeiten vor Mitarbeiter*innen des Wien Museums (Stabstelle Bezirksmuseen), sowie Mitgliedern des Kollektivs MUSMIG und der Gebietsbetreuung Ottakring.

Bis Feburar 2021 werden laufend Beiträge eingepflegt in die Ausstellung. Einige Beiträge werden noch mit Audiofiles unterlegt.

Cornelia Dlabaja, Jänner 2021




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